Über uns
Die Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/ Mobile Jugendarbeit Bayern e.V. (LAG) vertritt die Interessen ihrer Mitglieder und bietet ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsangebot für Streetwork/Mobile Jugendarbeit (SW/MoJa) durch überregionale Vernetzung.
Wir verstehen Vernetzung nicht nur als fachlichen Austausch, der die Qualität der Arbeit sichert und erhöht, sondern sehen uns auch als „Netz“, das die einzelnen Kolleg:innen bei Schwierigkeiten vor Ort auffängt, berät und bei der Bewältigung der Anforderungen ihrer Arbeit unterstützt.
Die aktuellen Entwicklungen im Arbeitsfeld werden dokumentiert und diskutiert. Auf diese Weise ermöglichen wir die Sicherung und Fortschreibung der durch die LAG veröffentlichten Arbeitsprinzipien und Standards für Streetwork/Mobile Jugendarbeit.
Das Arbeitsfeld
SW / MoJa sind Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit. Die Aufgaben und gesetzlichen Grundlagen sind in den Büchern der Sozialgesetzgebung beschrieben. Übergreifende Grundlage für Professionalität des Arbeitsfeldes sind das im Grundgesetz garantierte Recht auf ein menschenwürdiges Dasein und das dort verankerte Sozialstaatsprinzip. Das Menschenbild, basierend auf den ethischen Grundsätzen der Würde und der Gleichheit aller, soll dazu beitragen, Benachteiligungen entgegenzuwirken und positive Lebensbedingungen zu schaffen.
SW / MoJa findet überwiegend im öffentlichen/ halböffentlichen Raum statt. Die Mitarbeiter:innen begeben sich regelmäßig an die (in-)formellen Treffpunkte von Personen, Gruppen oder Szenen, die öffentliche Plätze als regelmäßigen Aufenthaltsort und Lebensraum nutzen. Sie befinden sich dabei in einer Gastrolle in individuellen Lebenswelten ihrer Adressat:innen im gewählten Sozialraum, die oftmals von ökonomischer Benachteiligung
betroffen oder bedroht, und von sozialer Teilhabe ausgegrenzt sind.
SW / MoJa bietet Beratung und Unterstützung in deren vertrautem Umfeld an. So schafft SW / MoJa einen niedrigschwelligen und lebensweltorientierten Zugang zum bestehenden Hilfesystem für Personen, die häufig durch institutionalisierte Angebote der Jugend- oder Sozialhilfe nicht erreicht werden oder erreicht werden wollen. Ebenso hat sich das Arbeitsfeld seit Jahrzehnten im Kontakt mit marginalisierten Personengruppen, wie auch in gesellschaftlichen Krisenzeiten, bewährt.
In Bayern entwickelt sich seit Jahren ein vielfältiges und differenziertes Spektrum von Angeboten der SW / MoJa, die sich in der Tätigkeit der aufsuchenden Sozialen Arbeit subsummieren. Konkrete Konzepte und bedarfsgerechte Angebote werden, unter Berücksichtigung der arbeitsfeldspezifischen Standards und Prinzipien, von den Kolleg:innen
und den verantwortlichen freien und öffentlichen Trägern vor Ort entwickelt.
Vorstandschaft seit Juli 2026

von links:
Nessa Schüller, Felix Hofmann, Richy Bieger, Chris Erdnüß, Jan Pleines, Linda Smalldridge, Daniela Auer
